Freilichtsommer 2014


"Till Eulenspiegel":

von M. Brenner und R. Müller nach Hermann Bote und Charles Coster

Drei Masken Verlag GmbH, München


Ort: Marktplatz, irgendwo in Deutschland

Zeit: um 1527


Schon seit über 500 Jahren lacht die ganze Welt darüber, wie Till Eulenspiegel sich als Kind gleich dreimal taufen lassen muss, wie er zum Seiltänzer wird, von Ort zu Ort zieht und sich dabei als Handwerksgeselle ausgibt, obwohl er vom Schneidern, Schlachten oder Schustern keine Ahnung hat. Statt Brot bäckt er Eulen und Meerkatzen und zerschneidet wertvolles Leder in kleine Stücke, weil er wieder mal die Anweisungen seiner Meister allzu wörtlich nimmt. Und auf seinen Reisen kommt er bis nach Rom, wo er mit dem Papst höchstpersönlich spricht. Die von Gewalt, Armut und sozialer Unsicherheit geprägte mittelalterliche Welt entblößt Eulenspiegel schamlos in ihrer Verrücktheit und provoziert ihre Autoritäten. Er foppt, lügt, betrügt und beleidigt, seine Waffen sind Witz, Erfindungsgabe und Schlagfertigkeit und seine Stärken Schläue, Furchtlosigkeit und eine unerschöpfliche Lebenslust.


"König Drosselbart":

Märchen nach den Brüdern Grimm

Von Inge Leudesdorff

Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH



Eine schöne und stolze Königstochter soll auf Wunsch ihres Vaters heiraten, zu welchem Zweck er alle heiratsfähigen jungen Männer in einem Saal versammelt. Allerdings hat die widerspenstige Tochter keine Lust, einen der Anwesenden Könige, Herzöge, Grafen und Edelleuten zum Mann zu nehmen, und so weist sie jeden Freier mit einem spöttischen Spruch ab. Am ärgsten trifft ihr Spott einen Königssohn, den sie wegen seines vorstehenden Kinns den Spottnamen „König Drosselbart“ bekommt.

Der König ist ob des Verhaltens seiner Tochter erzürnt und verspricht, dass sie – da ihr keiner der Anwesenden gut genug gewesen ist – nunmehr mit dem erstbesten Bettler, der vor sein Schloss kommt, verheiratet werden solle. Die Ereignisse nehmen einen unerwarteten Verlauf...